FMP
Franz-Mehring-Platz . Berlin Friedrichshain . in Planung seit 2019
Bauherr/in
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Zusammenarbeit
Lichtplanung
Platzierung im Wettbewerb
1.Preis im landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb 2018

Der Franz-Mehring-Platz wird als einladender und multifunktionaler Stadtplatz für das gesamte Quartier zwischen Ostbahnhof und Karl-Marx-Allee entwickelt. Es entsteht ein sozialer, multifunktionaler und urbaner Mittelpunkt, ein Ort des Austauschs für das gesamte Quartier. Der Platz wird zur Adresse für das FMP1 und wirkt identitätsstiftend für das sonst heterogene Stadtquartier.

Der Franz-Mehring-Platz wird gegenwärtig durch die lineare Struktur des 8-geschossigen FMP1 und den fließenden Verkehr der Straße der Pariser Kommune geprägt. Eine lebendige Landschaft erzeugt eine Gegenbewegung über die Platzfläche. Die Modellierungen spielen mit dem gegebenen Höhenunterschied vom Gebäudeeingang des FMP1 zur Umgebung und heben sich zur Straße der Pariser Kommune mit einer seichten Böschung ab. Der  Verkehr wird aus der Platzfläche genommen, nach Innen ergeben sich offene Rasen-und Wiesenflächen. Es entstehen ein landschaftlicher Rahmen und eine urbane Mitte als Gegenwelt zum umliegenden Straßenraum. Die entstehenden Rasen- und Wiesendünen nehmen Bezug auf die historische Gestalt des Küstriner Platzes. Momentan befestigte Flächen werden zugunsten ökologisch wirksamer Bereiche entsiegelt. Der Franz-Mehring-Platz wird zu einem zentralen Trittstein einer angestrebten Grünverbindung von der Spree über den St.Petri-Friedhof bis zum Volkspark Friedrichshain.

Entlang des Straßenraums ergeben sich herausgearbeitete Blickbezüge zum FMP1. Das Gebäude erhält eine Adresse im Stadtbild. Der Besucher wird durch großzügige Zugänge von Nord und Süd auf den Vorplatz und zum FMP1 geführt. Die Modellierungen unterstützen die Bewegungsrichtungen räumlich. Alle modellierten Dünen öffnen sich zum Platz und zum Gebäude. Die nördliche Rasendüne lädt zum Sonnen, Spielen, Faulenzen oder zueinem Picknick im lichten Schatten ein. Sitzkanten in der Rasenfläche können auch als Tribünenstufen bei Veranstaltungen auf dem Vorplatz genutzt werden. Die südlichen Wiesendünen fassen mit ihrer robusten Wildblumenmischung die Platzfläche ein und bringen neben der ökologischen Vielfalt und den stadtklimatischen Vorteilen auch einen ganzjährig farbenfrohen Akzent auf den Franz-Mehring-Platz. Die Dünen bilden Räume für Kommunikation und Aufenthalt. Die Orientierung und Einsichtigkeit bleibt von allen Seiten gewahrt. Sitzmauern entlang der Rasen- und  Wiesendünen leiten den Besucherin den Platz und erzeugen Raumkanten. Die niedrigen Mauern werden zum Treffpunkt und Ort der Kommunikation, sind aber auch Ort für die Mittagspause oder für ein gutes Buch.

Der Vorplatz wird als urbane Mitte großzügig und offen gehalten. Er bietet Raum für temporäre Veranstaltungen wie Konzerte, Sommerfeste oder Kunstausstellungen. Der Platz ist auch Plattform für Medienereignisse und politische Bildung. Umso wichtiger ist das Verständnis des Platzes als öffentlicher Teil des gesamten Stadtquartiers, als Raum für die Anwohnerschaft.