GSW
Villengarten am Hang . Berlin Kladow . Fertigstellung 2018
Bauherr/in
Privat
Zusammenarbeit
Hochbau
Studio für Architekturen
Architekt Claudius Pratsch
Pflanzkonzept
Csenge Horvàth
Auszeichnungen
Nominierung Deutscher Landschaftsarchitektur Preis 2019
Der vorgefundene, gewachsene Garten am Havelhang erscheint als lebhaftes Patchwork, welches es weiterzuentwickeln gilt. Eine artifizielle Gestaltsprache wird mit unterschiedlichen, warmen Materialien bis ins Detail umgesetzt. Veränderung und Patina werden umarmt und eingeplant. Aus dem Kontrast zwischen Landschaftlichkeit und moderner Künstlichkeit entsteht die besondere Atmosphäre des Ortes.

Der Neubau des Pavillons fügt sich durch die Gestaltung in den Garten ein. Der Hang wird durch zwei leicht schräge Ortbetonmauern abgefangen. In ihrer öffnenden Figur entsteht ein kleiner, steinerner Patio als Übergang zum Haupthaus und Aufenthaltsbereich im lichten Schatten.

Vorgefundene Materialien aus unterschiedlichen Epochen wie alte Sandsteinplatten und Kleinstein aus Porphyr werden aufgegriffen und wieder verwendet, Obstgehölze werden umgepflanzt und in die neue Gestaltung integriert. Durch die Ergänzung mit neuen, artifiziellen Materialien mit lebhaften Strukturen und Oberflächen wird der Garten in seiner Vielfalt fortgeschrieben.

Der Farbkanon bewegt sich einheitlich in warmen Beige- und Brauntönen. Die natürliche Veränderung und die entstehende Patina werden in der Material- und Strukturauswahl berücksichtigt und gefördert.Pflanzen wie wilder Wein an den Mauern und unterschiedliche Bambusarten unterstützen die Transformation.